Sie befinden sich hier

Inhalt

Das Braille System

Das Braille Alphabet wurde im frühen 18. Jahrhundert von dem Franzosen Louis Braille entwickelt.

Jedes Braillezeichen oder auch "Zelle" genannt, besteht aus bis zu 6 Punkten, die in 2 Spalten und 3 Reihen angeordnet sind. Ein Punkt kann auf jeder der 6 Positionen vorhanden sein oder in irgendeiner Kombination davon.

z.B. 

Es gibt so 63 Kombinationen + dem Leerzeichen. Im allgemeinen werden diese Kombinationen einfach  durch ihre erhabenen Punkte bezeichnet. Dabei haben die Punkte auf der linken Seite die Nummern 1-2-3 von oben nach unten und auf der rechten Seite die Nummern 4-5-6.

           1 4
           2 5
           3 6

z.B.:    1-2-4-5 wäre  

          

Im original Französischen, als auch im Deutschen und Englischen Alphabet würde dies dem Buchstaben "g" entsprechen.es kann aber je nach Sprache, Braille Code oder Kontext verschiedene Bedeutungen haben.

Oftmals werden bestimmte Zeichen als Ankündigungszeichen verwendet um den darauffolgenden Zeichen eine bestimmte Bedeutung zu geben. So wird z.B. der Punkt 6 dazu benutzt, um zu zeigen, daß das darauffolgende Zeichen ein Großbuchstabe ist.

Das Braille Alphabet

Seit Braille's Zeit blieb das Alphabet im wesentlichen unverändert. Es wurde nur für einige Sprachen adaptiert.

Das Braille Alphabet als Grafik

Zahlen

Zahlen werden dargestellt, indem man die ersten 10 Buchstaben des Alphabets nutzt . Diesen Buchstaben wird ein Zahlenzeichen  (Punkte 3-4-5-6) voranstellt. Zum Beispiel würde die Zahl 53 folgendermaßen aussehen:

(Zahlenzeichen + Buchstabe "e" + Buchstabe "c")

Die Blindenkurzschrift

Die Größe eines Braillezeichen ist so, daß etwa 1000 von Ihnen auf eine Seite passen, in "normaler"(Schwarzschrift) sind es etwa 3500. Außerdem muß das Papier um einiges stabiler sein um die Punkte zu halten und diese Erhebungen führen außerdem noch dazu, das ein Buch in Schwarzschrift in Braille gleich mehrere Bände umfaßt. Da es sehr zeit- und platzaufwendig wäre, jeden einzelnen Buchstaben als Braillezeichen wiederzugeben, wurden Kürzel für Vor- und Nachsilben, für bestimmte Lautgruppen und sogar für Ganze Worte oder Wortstämme eingeführt. Leider ist bei solchen Kürzeln die Möglichkeit einer internationalen Verständigung nicht mehr gegeben, da ja in jeder Sprache unterschiedliche Worte und Silben existieren. Ein deutscher Blinder kann somit nicht einfach einen englischen Kurzschrifttext lesen, obwohl er Englisch sprechen kann.

1923 erschien der "Leitfaden zum Gebrauch der deutschen Blindenkurzschrift" von der Blindenstudienanstalt in Marburg. 25 Jahre später gab es die 2. Auflage und weitere 25 Jahre später erschien eine erneute, reformierte Auflage. Diese Auflage wurde durch die "Arbeitsgemeinschaft zur Reform der Deutschen Blindenschrift", die aus Kommissionen der BRD, DDR, Österreichs und der Schweiz bestand, erstellt.

Bei der Blindenkurzschrift handelt es sich jedoch nicht um eine Form der Stenographie. Hierfür gibt es eine Spezielle Form.

Beispiele für Blindenkurzschrift

Spezielle Formen

Da der Computer 256 Zeichen unterscheiden muß, wird hier meist mit 8 Punkten gearbeitet.

Für die Musik ist eine spezielle Form nötig um die Noten etc. darzustellen.

In der Mathematik müssen Formeln und Ähnliches dargestellt werden.

Selbst für Schach gibt es eine spezielle Form.

 

Sehschädigung

Kommunikationsmöglichkeiten

Kontextspalte