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Glossar-Wörterbuch der Fachausdrücke

 

A

Adipositas = Fettleibigkeit

Albinismus = Eine Erbkrankheit, bei der ein Mangel an Pigmenten einschließlich der Augen vorliegt. Sie wird für gewöhnlich begleitet von einem Nystagmus (siehe unten). Kinder mit Albinismus sind sehr lichtempfindlich und tragen manchmal getönte Brillen.

Amelie = angeborenes Fehlen von Gliedmaßen (siehe auch Dysmelie und Phokomelie)

Anarthrie = zerebral bedingte vollständige Störung der Lautbildung (Sprachverständnis kann voll ausgeprägt sein) (siehe auch Dysarthrie)

Apgar = Punkteschema, nach dem alle Neugeborenen unmittelbar nach der Geburt beurteilt werden. Dabei werden die Pulsfrequenz, die Atmung, die Festigkeit der Muskulatur, die Reflexe und die Hautfarbe beurteilt. je nach Güte gibt es 2 Punkte wenn sie gut vorhanden sind, 1 Punkt wenn sie nicht gut und kein Punkt, wenn sie fehlen. Apgar 10 ist also ein völlig gesundes Kind und Apgar 0 praktisch den Tod des Kindes. 

Aphasie = Sprachstörung, bedingt durch Erkrankungen der Sprachzentren, bei der trotz erhaltener Intelligenz und intakter Sprechwerkzeuge Begriffe nicht mehr in Wort- oder Schriftbilder umgesetzt werden können oder Gesprochenes oder Geschriebenes nicht mehr begrifflich aufgenommen werden können

Arthrogrypose = angeborene mangelhafte Ausbildung der Muskulatur einzelner Gelenke führt zu schweren Gelenkkontrakturen ("Gelenkstarre", "Gliederstarre")

Asphyxie = Atemstillstand

Astigmatismus = Verschwommenes Sehen, das hervorgerufen wird durch eine defekte Wölbung der brechenden Oberfläche der Hornhaut, wegen der die Lichtstrahlen nicht scharf auf der Netzhaut gesammelt werden können.

Ataxie = Störung der Bewegungskoordination, Störung des Zusammenwirkens von Muskelgruppen

Athetose = Überbeweglichkeit mit langsamen kreiselnden oder hin- und hergehenden Bewegungen aufgrund einer frühkindlichen  Hirnschädigung

Autismus = Teilnahmslosigkeit durch Versunkensein in die eigene Ideenwelt und Absperrung gegenüber der Außenwelt


B


C

Cerebralparese = motorische Schwäche ausgelöst durch eine Hirnschädigung (cerebral=das Gehirn betreffend). Ist gekennzeichnet durch gestörte, funktionsinadäquaten, unwillkürlichen Bewegungsabläufen

Chondrodystrophie = angeborene Aufbaustörung des knorpelig vorgebildeten Skeletts - Zwergwuchs, Deformitäten besonder der unteren Extremitäten ("Liliputaner")

congenital = angeboren


D

Deprivation = gehabter und erlebter Mangel

Diplegie = doppelseitige Lähmung des oberen oder unteren Körperabschnitts (siehe auch  Monoplegie, Hemiplegie, Tetraplegie)

Dysarthrie = Sprechstörung in Form einer Beeinträchtigung der Lautbildung

Dysgrammatismus =  Sprachstörung, bei der die Regeln der Wort- und Satzlehre nicht richtig gebraucht werden  

Dyslalie = Stammeln

Dysmelie = Fehlbildung der Gliedmaßen; z.B. Amelie, Phokomelie

Dysphasie = zentrale Sprachstörung in Form eines erschwerten Sprechenkönnens


E

Elektromelie = Verstümmelung von Gliedmaßen

Ergotherapie = Beschäftigungstherapie


F

Frühkindliche Hirnschädigung = Schädigung des Gehirns, die vor, während oder nach der Geburt eingetreten ist ( siehe auch Cerebralparese)


G

Glasknochenkrankheit (Osteogenesis imperfecta) = erbliche, intrauterin oder im Kindesalter auftretende, verschiedengradige Störungen der Knochenbildung - Instabilität der Knochen führt zu Brüchen und Verbiegungen, diese zu Deformitäten und Bewegungseinschränkungen

Glaukom =  Ein Zustand, in dem der Druck der Augenflüssigkeit zu hoch ist. Es hängt von der Art des Glaukoms, ob das Sehvermögen stetig oder plötzlich abnimmt oder schon von Geburt an beeinträchtigt ist. Wenn das Sehvermögen abnimmt, beginnt dies mit einem Abnehmen des peripheren Sehen.


H

Hämophilie = Bluterkrankheit

Hemiplegie = Lähmung einer Körperhälfte (siehe auch  Monoplegie, Diplegie, Tetraplegie )

Hospitalismus = alle körperlichen und seelischen Veränderungen, die bei Entzug oder häufigem Wechsel der Bezugsperson auftreten können

Hüftgelenksdysplasie = eine der häufigsten Fehlbildungen, kann jedoch durch Spreizhosen behandelt werden

Hyperopie = Ein Zustand, bei dem der Augapfel zu kurz ist, und das führt zur Weitsichtigkeit.

Hypoxie = Sauerstoffmangel


I

Infantilismus = Stehenbleiben auf einer kindlichen Entwicklungsstufe

intrauterin = in der Gebärmutter

Intoxikation = Vergiftung


J


K

Katarakt = Ein Zustand, bei dem die normalerweise transparente Augenlinse beschlagen oder lichtundurchlässig wird.

Kinderlähmung = siehe Poliomyelitis

Kompensation = Ausgleich

Kurzsichtigkeit (Myopie) = der Augapfel ist zu lang und die Strahlen, die aus der Ferne kommen treffen sich vor der Netzhaut. Dinge in der Ferne werden schlecht oder gar nicht erkannt

Kyphose = buckelförmige Verformung der Wirbelsäule (siehe auch Skoliose)


L

Lateralität = Seitigkeit des Körpers oder bestimmter Körperpartien

Legasthenie = Lese-Rechtschreibschwäche

Logopädie = Sprachheilkunde, Spracherziehung bei Sprach- und Sprechstörungen


M

Meningitis = Hirnhautentzündung

Monoplegie = Lähmung eines Armes oder Beines (siehe auch Diplegie, Hemiplegie, Tetraplegie )

Morbus Bechterew (spondylitis ankylosans) = chronische Wirbelsäulenerkrankung, noch unheilbar

Multiple Sklerose (MS) = Erkrankung des Zentralnervensystems, deren Ursache noch unbekannt ist, sie kann in Schüben verlaufen, in unterschiedlichen Zeitabständen und mit unterschiedlicher Stärke. Folgen: Sehstörungen, Blasen- und Mastdarmstörungen, Koordinationsstörungen, Gangunsicherheit und Lähmungen

Muskeldystrophie (progressive) = genetisch bedingte degenerative Erkrankungen der Skelettmuskulatur an Rumpf und Gliedmaßen. Durch die Rückentwicklung der quergestreiften Muskeln geht die Bewegungsfähigkeit bis hin zur Lähmung verloren. Sie schreitet unterschiedlich rasch fort.

Muskelhypotonie = Muskelschwäche

Muskeltonus = Spannungszustand des Muskels

Myopie = Kurzsichtigkeit


N

Nystagmus = Nicht beeinflußbare schnelle Bewegungen der Augen, von einer Seite auf die andere und von unten nach oben, in einer Drehbewegung oder einer Kombination all dieser Bewegungen.


O


P

Parkinsonsche Krankheit  = eine chronisch fortschreitende Stoffwechselerkrankung. Sie ist nach dem englischen Arzt James Parkinson benannt, der 1817 erstmals die wesentlichen Krankheitsmerkmale beschrieb.

Phobie = krankhafte Angst

Phokomelie = Hände und/oder Füße sind ohne Arme bzw. Hüften am Körper (seihe auch Dysmelie und Amelie)

Poliomyelitis (Polio) (Spinale Kinderlähmung) = Nervenzellen des Rückenmarks werden durch eine Virusinfektion zerstört. Hände, Arme und Beine sowie der Oberkörper können in ihrer Bewegungsfähigkeit ausfallen. Zur Vorsorge gibt es eine Schluckimpfung.

progredient = fortschreitend

Psychomotorik = Bewegungsleben, das sich nach psychischen Gesetzen vollzieht

Psychosomatik = Lehre von den körperlichen Rückwirkungen auf seelische Einflüsse


Q

Querschnittslähmung = völlige oder teilweise Schädigung eines Rückenmarkquerschnittes mit der Folge einer totalen oder teilweisen Lähmung in den unterhalb der Schädigung gelegenen Körperpartien


R

Retinitis Pigmentosa (link) (RP) = eine Gruppe von Augenerkrankungen, bei denen es auf bisher ungeklärte Weise, zu einem allmählichen Absterben der Netzhaut, der lichtempfindlichen Schicht im Auge kommt. Beim "klassischen" Verlauf schränkt sich das Gesichtsfeld von RP-Betroffenen allmählich von den Außengrenzen her ein, bis nur ein kleiner, zentraler Sehrest übrig bleibt, üblicherweise als "Tunnelblick oder Röhrengesichtsfeld" bezeichnet. Mit diesem Röhrengesichtsfeld sieht der Betroffene nur diejenigen Gegenstände, welche er direkt anschaut, nicht aber die zur Orientierung ebenfalls wichtigen Objekte außerhalb der Blicklinie.

Retrolentale Fibroplasie- Sehschädigung, die durch Sauerstoff hervorgerufen wird, der frühgeborenen Babies in Inkubatoren verabreicht wird.

Regression = Zurückziehen oder -fallen auf frühere, kindliche Entwicklungsstufen

Retardierung = Verzögerung des Entwicklungstempos


S

Sensumotorik = Zusammenspiel zwischen Muskelbewegung und Sinnesempfindungen

Sigmatismus = falsche Aussprache der Laute der S-Reihe

Skoliose = s-förmige Verformung der Wirbelsäule (siehe auch Kyphose)

Spastik = vermehrter Spannungszustand der Muskulatur

Spina Bifida = eine angeborene Behinderung, bei der ein Teil der Wirbelsäule gespalten ist. Je nach Ort diese Spaltes können verschiedene Lähmungserscheinungen auftreten. Die Wirbelbögen haben sich nicht vollständig um den Rückenmarkskanal geschlossen, die Rückenmarkshäute und teilweise auch das Rückenmark selbst stülpen sich bruchsackartig aus, entweder überhäutet oder offen

Spondylitis deformans = Sammelbezeichnung für alle Krankheiten, die zur Versteifung oder Verformung der Wirbelsäule führen (z.B. Morbus Bechterew)

Strabismus (Schielen) = Als Ergebnis eines Ungleichgewichts der Augenmuskeln werden die Augen nicht simultan auf ein Objekt gerichtet.


T

Tetraspastik = Erhöhung der Muskelspannung an allen 4 Extremitäten

Tetraplegie = Lähmung aller vier Gliedmaßen (siehe auch Monoplegie, Diplegie, Hemiplegie)


U


V


W

Weitsichtigkeit - der Augapfel ist zu kurz und die Strahlen aus der Ferne treffen sich erst hinter der Netzhaut, so kann man Dinge aus der Nähe kaum oder gar nicht erkennen


X


Y


Z

Zerebralparese = siehe Cerebralparese