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Unternehmen mit KI-Bewerbermanagement: Vorteil oder Nachteil bei der Jobsuche mit Behinderung?

Mit einer Behinderung oder einer chronischen Erkrankung einen Job zu finden, kann sich schwierig gestalten. Neuerungen bei Stellenausschreibungen, im Bewerbermanagement und in den Arbeitsbedingungen bringen jedoch potenzielle Vorteile mit sich, die die eigenen Chancen verbessern können. Wichtig ist dabei das richtige Vorgehen.

Moderne Unternehmen mit New Work-Ethik wählen

Junge oder innovative Unternehmen, die sich weiterentwickeln und der sogenannten New Work-Bewegung angehören, sind in der Regel flexibler und kreativer. Sie sind zudem an anderen Perspektiven interessiert, die Menschen mit einer Einschränkung häufig mitbringen. Bei Abläufen und an den Arbeitsplätzen setzen sie auf innovative Lösungen, wie die Bewerbermanagement Software von FactorialHR, Erleichterungen durch Spracheingaben und Künstliche Intelligenz, um Aufwand zu reduzieren. Homeoffice oder Remote Arbeit, ergonomische Möbel und praktische Hilfsmittel vereinfachen es zusätzlich, falls nötig, passende und individuelle Bedingungen zu gestalten.

Allerdings können Bewerbermanagement-Systeme auch ein Nachteil sein. Sortiert das System eine Bewerbung bereits am Anfang aufgrund einer Lücke im Lebenslauf aus oder weil eine Fertigkeit beziehungsweise Qualifikation nicht vorhanden ist, gelangt diese gar nicht erst auf den Schreibtisch des Personalers. Sie wird also nicht von einem Menschen betrachtet, der in Handicap oder Erkrankung sogar eine Bereicherung für das Unternehmen erkennen kann. In diesen Fällen ist es zum einen sinnvoll, spezialisierte Jobbörsen zu nutzen. Zum anderen kann eine Initiativbewerbung zum Erfolg führen. Diese wird auch als Blindbewerbung oder Spontanbewerbung bezeichnet. Darin kann deutlich gemacht werden, warum der Bewerber für das Unternehmen geeignet ist, was er einbringt und warum er sich für eben diesen Arbeitsplatz entschieden hat. Durch das Motivationsschreiben werden eventuelle Bedenken direkt weggewischt, der Bewerber sticht aus der Masse hervor und zeigt, dass er sich umfassend informiert hat.

Initiative zeigen

Angefangen bei der Berufswahl sehen sich Menschen mit einer Behinderung oftmals mit Vorurteilen konfrontiert. Entscheidend ist jedoch nur, dass der gewählte Beruf passt und Lösungen für eventuell vorhandene Einschränkungen gefunden werden. Wer sich bei der Wahl unsicher ist, kann und sollte sich mit Menschen unterhalten, die bereits Erfahrung darin haben. Selbst in Form von Praktika praktische Erfahrungen zu sammeln, bietet sich ebenfalls an und sieht auf dem Lebenslauf gut aus. Beim Wiedereinstieg in den Beruf kommen Schulungen und Weiterbildungen infrage.

Was einen entscheidenden Vorteil bringen kann, ist es, potenzielle Vorurteile bereits in der Bewerbung zu entkräften, besondere Stärken hervorzuheben und einen Blick auf Optimierungsmöglichkeiten des Unternehmens zu werfen. Hiermit ist nicht gemeint, dass Forderungen gestellt werden sollen. Stattdessen ist es hilfreich, Schwachpunkte der Produkte oder Leistungen als Basis zu nutzen und zu erklären, wie sich eine einfache Verbesserung erreichen lässt. Ob und wie dieses Vorgehen möglich ist, hängt selbstverständlich stark von der Branche ab. Sich umfassend mit dem Arbeitgeber auseinanderzusetzen, ist hingegen immer empfehlenswert.

Denn dieses Vorgehen zeigt, dass ernsthaftes Interesse an dem Unternehmen besteht, potenzielle Probleme bedacht werden und Lösungen dafür existieren. Derartig motivierte und engagierte Mitarbeiter stellen eine Bereicherung dar. Wird das im nahen Umfeld nicht erkannt, wird es Zeit für eine Ausweitung des Suchradius oder auch für eine berufliche Veränderung. In vielen Branchen wird mittlerweile vermehrt auf Remote Arbeit und auf Zeitarbeit gesetzt. Bei der Remote Arbeit ist die Entfernung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber egal. Das ist nicht für Menschen mit Behinderungen oder Einschränkungen ideal, die zu Hause am effizientesten arbeiten können. Bei der Zeitarbeit wird Unterstützung für eine festgelegte Dauer benötigt. Wer hierbei positiv hervorsticht, verbessert seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt für andere Stellen oder kann sogar eine Festanstellung erhalten.

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