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Wie beantragt man einen Schwerbehindertenausweis für Behinderte?

Der Schwerbehindertenausweis ist ein Dokument, welches körperlich oder geistig beeinträchtigten Menschen ihre Behinderung bescheinigt. Der Ausweis wird nicht jedem behinderten Menschen automatisch ausgestellt, er wird nur auf Antrag gewährt. Die Voraussetzungen für die Erteilung hängen von den Beeinträchtigungen ab. Entgegen oftmaliger Annahme hängt die Erteilung nicht mit einer vorhandenen Pflegestufe zusammen. Personen mit Pflegegrad 5 wird jedoch in der Regel auch ein Schwerbehindertenausweis erteilt. Damit die Ausstellung nicht zu lange Zeit in Anspruch nimmt, sind folgend einige Tipps für Antragssteller zusammengestellt.

Die wichtigsten Tipps in Kürze

  • Die zuständige Behörde für die Erteilung ist das Versorgungsamt.
  • Welches Versorgungsamt zuständig ist, richtet sich nach dem Wohnort der Antragsstellenden Person.
  • Im Internet lässt sich das zuständige Versorgungsamt anhand der eigenen Postleitzahl ausfindig machen. Alternativ gibt das Bürgerbüro darüber Auskunft.
  • Der Antrag auf Ausstellung eines Schwerbehindertenausweises kann auf der Website des Versorgungsamtes heruntergeladen oder auf Anfrage zugeschickt werden.
  • Vor der Antragstellung sollten medizinische Unterlagen bei behandelnden Ärzten angefragt werden, da diese dem Antrag nach Möglichkeit beizulegen sind.

 

Wozu benötigt man einen Schwerbehindertenausweis? Der Ausweis dient als Nachweis der Beeinträchtigung. Mit ihm erhält die Person beispielsweise Ermäßigungen beim Eintritt zu kulturellen Veranstaltungen. Zudem besteht bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ein Anspruch auf eine kostengünstige, mancherorts sogar eine kostenlose Beförderung. Sind bestimmte Voraussetzungen erfüllt, berechtigt der Schwerbehindertenausweis sogar zur kostenfreien Mitnahme einer Begleitperson im öffentlichen Nahverkehr sowie zu kostenfreiem Eintritt bei vielen Veranstaltungen. Weiterhin ist der Schwerbehindertenausweis vorzulegen, wenn ein Parkausweis beantragt wird, der zum Parken auf Behindertenparkplätzen berechtigt.

 

Welche Angaben sind nötig?

Neben den persönlichen Daten wird im Antrag vor allem zur Krankengeschichte befragt. Anzugeben sind daher die Krankheiten, an denen die Antragsstellende Person leidet. Selbstverständlich müssen dabei nur die Leiden angegeben werden, die zu körperlichen Beeinträchtigungen führen. Benötigt werden weiterhin Auflistungen zu Klinikaufenthalten, Rehabilitationsmaßnahmen und fortlaufenden Therapien, die in Anspruch genommen werden. Diesbezüglich sind im Antrag Schweigepflichtsentbindungen der behandelten Ärzte zu erteilen, damit das Versorgungsamt die Angaben überprüfen kann. Um den Bearbeitungsprozess zu beschleunigen, ist es empfehlenswert, bereits vorhandene Befunde dem Versorgungsamt zu übersenden. Außerdem sollte man bereits im Vorfeld den behandelnden Ärzten mitteilen, dass das Versorgungsamt eventuell Unterlagen anfordern wird. Die Bearbeitungszeit verkürzt sich somit erheblich, beträgt aber trotzdem meist einige Wochen.

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