Inklusiver Sport und Freizeit verbindet - Kinder mit und ohne Behinderung

Gegenseitige Unterstützung und Teamgeist stehen beim Sport an oberster Stelle. Treffen Kinder mit Behinderung auf Kinder ohne Handicap, trägt die Gemeinschaft untereinander zum Sieg des Spieles bei. Immer mehr Sportvereine – vor allem in Großstädten – gehen auf das neue Trendwort Inklusion im Sport ein, das genau dieses Zusammentreffen der beiden Kindergruppen beschreibt. Sie bieten vielerlei Bewegungsspielgruppen an.

Vorurteile gegen inklusiven Sport

Oftmals denken immer noch viele, dass es sich negativ auf die Entwicklung auswirkt, wenn Kinder ohne Behinderungen mit anderen spielen, die körperlich oder geistig nicht auf dem Stand eines gleichaltrigen Kindes sind. Doch eigentlich bewirkt dieses Zusammenspiel eher Positives. Egal, ob junge Freizeitsportler dick, dünn, männlich, weiblich, behindert oder nicht behindert sind: Kinder lernen sehr schnell, rücksichtsvoll miteinander umzugehen und andere Kinder so anzunehmen, wie sie sind. Sich in Situationen zu helfen, in denen es drauf ankommt, bildet die Basis für den Umgang in der Schule oder im späteren Beruf.

Orte des inklusiven Sports und Bewegungsangebote

Unterschieden wird der Sport bei Kindern im Verein oder dem in der Schule. Voraussetzungen für inklusiven Sport im Verein ist ein barrierefreies Gelände, Räumlichkeiten und Umkleiden. Auch die Vereinskultur ist ausschlaggebend, denn nur so kann eine Atmosphäre geschaffen werden, in dem sich auch ein Kind mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung wohlfühlt.

Gerade die Schule ist ein Ort, an dem verschiedene Lebenswelten von Kindern aufeinander treffen. Mit der Umgestaltung der Schullandschaft hin zu mehr inklusiven Inhalten legen schon einige Schulen den Grundstein. Aus sportfachlicher Sicht sind der Schulsport oder eine „bewegte“ Pause besonders reizvoll, da Leistungs- und Entwicklungsunterschiede didaktisch sehr gut für ein gemeinsames Lernen und Helfen untereinander genutzt werden können.

Vielfalt an Sportarten, um Hemmungen abzubauen

Bei Spielen, die auf einer Inklusion aufbauen, ist es grundlegend so, dass Wettspiele ausgeschlossen sind. Faktoren, die eine Entscheidung über Sieg und Niederlage unabhängig vom Leistungsvermögen der Spieler machen, sind hingegen immer geeignet.

Es gibt Sportarten und Freizeitaktivitäten aller Art:

·         Rollstuhlbasketball

·         Rollstuhlrugby

·         Reiten, das auch gleichzeitig zur Therapie genutzt werden kann

·         Fußball spielen

·         Auf Hüpfburgen herumtollen

Beim Basketball ergeben sich beispielsweise auf Grund seiner taktischen Variabilität verschiedene Rollen für aktive Spieler. Es werden dafür defensive und offensive Fähigkeiten benötigt. Auch das Aufbauspiel nimmt eine andere Rolle ein. Von daher ist es möglich, die Positionen unterschiedlich und nach den individuellen Fähigkeiten zu besetzen.

Für ein erfolgreiches Spiel, sollte der Lehrer allerdings die Fähigkeiten und Einschränkungen der Kinder gut einschätzen können und die Spielregeln sowie die Spielumgebung danach anpassen.

Dies könnte beispielsweise so aussehen:

·         Das Decken eines Spielers im Rollstuhl ist verboten.

·         Basketballkörbe niedriger hängen oder einen zweiten Korb anbringen.

·         Das Team mit einer größeren Anzahl an Spielern mit Handicap darf beginnen.

Auch der Fußball ist sehr beliebt bei Kindern und Jugendlichen – ob mit oder ohne körperliche oder geistige Einschränkung. Oftmals gibt es mögliche Patenschaften beispielsweise zwischen „normalen“ Fußballvereinen und Förderschulen, die gebildet werden. Die Themen Freude und Zusammenhalt stehen neben der Verbesserung der Technik, der Kombinationssicherheit und der Koordination im Team untereinander mit an oberster Stelle. Mit speziellen Schulungen gehen Trainer gezielt auf die Zusammensetzung eines gemischten Kinder-Fußball-Teams ein. Dabei hilft Ihnen eine inklusive Sporthelferausbildung.

So lässt sich das Teamgefühl noch unterstützen

Das „Wir-Gefühl“ wird vor allem durch ein einheitliches Sport bzw. Mannschaftsoutfit unterstützt, das auch nach außen deutlich signalisiert, dass die Kinder ein Team sind. Die Vereine sponsern deshalb oft farbenfrohe Trikots. Ist dies nicht möglich, können sich auch die Eltern zusammenschließen und zusammen für einen einheitlichen Auftritt sorgen. Eine gute Möglichkeit bieten darüber hinaus auch einheitliche Sporttaschen, die bei der Ankunft bei der Gastgeber-Mannschaft und in der Kabine ein Wir-Gefühl erzeugen. Kindgerechte Modelle, die sich durch bunte Motive und eine robuste Verarbeitung auszeichnen findet man beispielswiese hier. Sie bieten ausreichend Platz für Sportkleidung, -schuhe sowie Duschzeug und Getränk. Ihre Griffe sind gut gepolstert, sodass sie sich angenehm tragen lassen. Einige Modelle sind mit einem Riemen zum Umhängen versehen, mit dem die Sporttasche auch sehr gut an einem Rollstuhl befestigt werden kann.