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Ernährung von Menschen mit Behinderung – Wissenswertes und Tipps für den Alltag

Eine ausgewogene sowie bedarfsgerechte Ernährung nimmt erheblichen Einfluss auf lebensnotwendige Körperfunktionen. Mangelt es an Nährstoffen, schwächt das den Organismus erheblich. Bei Menschen mit Behinderung kann eine gesunde Ernährung schwierig sein. Ob geistig behindert oder körperlich eingeschränkt. Teilweise gelingt die Nahrungsaufnahme nur bedingt oder das Handicap verlangt dem Körper beispielsweise so viel Energie ab, dass zusätzliche Vitalstoffe nötig werden. Diese Tipps dienen der Orientierung und können bei der Gestaltung eines Speiseplans helfen.

Richtig ernähren und gesund bleiben

Bei der Ernährung dient das reichhaltige Lebensmittelangebot in Supermärkten und auf regionalen Märkten als Inspiration für einen gesunden Speiseplan. Das Spektrum reicht von zahlreichen Gemüsesorten über frisches Obst und Milchprodukte bis hin zu Fleisch, Fisch und Getreideprodukten. Die Herausforderung besteht darin, den richtigen Mix zu essen. Schließlich kann sich ein Übermaß an bestimmten Nahrungsmitteln auch negativ auswirken. Der Ernährungskreis der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. unterstützt Verbraucher bei der vollwertigen Lebensmittelauswahl. Unter www.dge.de/ernaehrungspraxis/ wurden ergänzende Orientierungswerte aufgeführt, die auf Musterspeiseplänen beruhen. Neben der Mischung ist die Auswahl hochwertiger Nahrungsmittel wichtig. Minderwertige Produkte enthalten teilweise hohe Mengen künstliche Zusatzstoffe wie Konservierungs- oder Säuerungsmittel. Für eine gesunde Ernährung sollte auf verarbeitete Produkte möglichst verzichtet und zu frischen Alternativen gegriffen werden.

Nahrungsmittelergänzungen zur Stärkung des Organismus

Erkrankungen diverser Art haben bei Menschen mit Behinderung häufig deutlich fatalere Folgen als bei Menschen ohne Einschränkungen. Umso wichtiger der Gesundheit die größtmögliche Aufmerksamkeit zu widmen. Problematisch wird es, wenn die Behinderung eine ausgewogene Ernährung erschwert. Beispielsweise, weil bestimmte Lebensmittel wegen Körperbehinderungen nicht aufgenommen werden können. Hochwertige Nahrungsergänzungspräparate können die Defizite ausgleichen. Ob Vitamine, Mineralstoffe oder essenzielle Fettsäuren. Während die zusätzliche Einnahme von Vitamin D bei einem Mangel an Sonnenlicht helfen kann Zähne und Knochen zu stärken, ist Magnesium für seine positive Wirkung auf Nerven und Muskeln bekannt. Ein Magnesiummangel kann müde machen und Muskelkrämpfe verursachen. Nahrungsergänzungsmittel sind in diversen Darreichungsformen wie Tabletten, Kapseln oder als Saft erhältlich. Flüssige Ergänzungen erleichtern die Einnahme besonders.

 

Eine Überlegung wert, sind spezielle pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel, die zum allgemeinen Wohlbefinden beitragen. Als Beispiel dient Cannabidiol (CBD), das gern als Öl in Pipettenflaschen verkauft und oral verabreicht wird. Der Wirkstoff aus der weiblichen Hanfpflanze löst keine Rauschzustände aus wie bei THC. Stattdessen handelt es sich um ein nicht psychoaktives Cannabinoid, dessen Wirkung von angstlösend über entkrampfend bis entzündungshemmend reichen soll. Die Substanz agiert mit dem körpereigenen Endocannabinoid-System, einem Teil des Nervensystems, der unter anderem Einfluss auf Appetit, Schlaf, Körpertemperatur, Schmerzempfinden und Stimmung nimmt. Die zusätzliche Einnahme von CBD kann die Regulierung dieser Körperfunktionen positiv prägen. Die Einsatzmöglichkeiten umfassen die Linderung von Schlafstörungen, Angstzuständen, depressiven Verstimmungen und Schmerzsymptomen. Das breite Spektrum geht auf die Interaktion mit zahlreichen körpereigenen Stoffen zurück. „Dazu gehört beispielsweise das Adenosin, das Andanamid, das Noradrenalin, das Dopamin und das Serotonin (Neurotransmitter oder Botenstoffe)“, so der Hinweis in einem ausführlichen CBD Öl Ratgeber unter www.upd-online.de/produkt-test/cbd-oel-kaufen/, worin neben Qualitätsmerkmalen seriöse Anbieter für derartige Nahrungsergänzungsmittel aufgeführt sind.

Wichtig: Von einer Selbstdiagnose ist abzuraten. Bevor Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden, sollte mit einem Arzt Rücksprache gehalten werden.

Ausreichend trinken – elementar für die Gesunderhaltung

Was im Alltag schnell in Vergessenheit gerät, ist die Flüssigkeitsaufnahme. Viele Menschen mit Behinderung trinken täglich zu wenig, worunter unter anderem Gehirnfunktion, Stoffwechsel, Haut und Schleimhäute leiden. Die Gehirnleistung wird vermindert, der Stoffwechsel gerät ins Stocken und die Haut büßt an Elastizität ein. Auch das Risiko für Harnwegsinfektionen und Nierenerkrankungen steigt. Der Körper braucht Wasser, um das Blut fließen zu lassen, Giftstoffe auszuscheiden und leistungsfähig zu bleiben. Ideal sind:

  • stille Mineralwasser
  • Tafelwasser
  • Quellwasser
  • Leitungswasser
  • ungesüßte Tees

Zur Abwechslung sind zudem Fruchtschorlen in Ordnung, solange die Mischung stimmt. Drei Teile Wasser und ein Teil Fruchtsaft wären ratsam. Da Säfte viele Kalorien beinhalten, sollten sie nicht überhandnehmen. Wie viel Flüssigkeit täglich sinnvoll ist und in welchen Situationen erhöhte Mengen notwendig werden, hat die Techniker Krankenkasse unter www.tk.de/techniker/magazin/ernaehrung/ thematisiert.

Ernährung für Rollstuhlfahrer – verminderter Energiebedarf erfordert Umdenken

Menschen, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, haben meist einen geringeren Energiebedarf. Eine Querschnittlähmung senkt den Energieverbrauch um etwa 25 Prozent. Der Bewegungsmangel bringt einen höheren Fettanteil und weniger Muskelmasse mit sich. Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel: Betreibt ein Rollstuhlfahrer intensiven Sport, kann das den Bedarf wiederum in die Höhe treiben. Für die Allgemeinheit gilt, dass die geringe körperliche Aktivität eine angepasste Kalorienaufnahme nötig macht. Ansonsten droht Übergewicht. Wie sich der Energiebedarf bei Querschnittlähmung berechnen lässt, erklärt die Redaktion des Informationsportals der Manfred-Sauer-Stiftung unter www.der-querschnitt.de/

Außerdem müssen bei der Ernährung von Rollstuhlfahrern mögliche Darmfunktionsstörungen einbezogen werden, die aufgrund des Bewegungsmangels oft vorkommen. Eine bedarfsgerechte Ernährung kann das Risiko für Völlegefühle, Verstopfung sowie Blähungen mindern und so zum Wohlbefinden beitragen.

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